Das Jüdische Gymnasium arbeitet eng und vertrauensvoll mit der Erziehungsberatungsstelle der Israelitischen Kultusgemeinde zusammen. Wir beziehen die dortigen Fachkräfte mit ein, wenn es um folgende Themenbereiche geht:

  • seelische Gesundheit unserer Schüler*innen
  • Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
  • besondere schulische Probleme und Belastungen
  • Kindeswohlgefährdung inkl. sexueller Missbrauch und Gewalterfahrung  

Das Kollegium wird von den Fachkräften  in regelmäßigen Abständen zu entsprechenden Themen des Kinder- und Jugendschutzes fortgebildet.

Die Angebote der Erziehungsberatungsstelle stehen grundsätzlich allen Schüler*innen des Gymnasiums und deren Eltern zur Verfügung. Eltern können sich in diesem Falle direkt an die Erziehungsberatungsstelle wenden. Weitere Informationen erhalten Sie hier: https://erziehungsberatung-muenchen.de/unsere-standorte/ikg-stadtmitte/

Zur diagnostischen Abklärung bezüglich Teilleistungsstörungen ziehen wir die staatliche Schulberatungsstelle München hinzu. https://www.km.bayern.de/ministerium/institutionen/schulberatung/muenchen.html

Wir bieten eigene Förderstunden für Schüler*innen mit diagnostizierter Lese-Rechtschreibstörung bzw. isolierter Lese- oder Rechtschreibstörung an.

In Bezug auf weitere Teilleistungsstörungen, z.B. Dyskalkulie, sowie Störungsbildern, wie z.B. ADS oder ADHS, bildet sich das Kollegium regelmäßig fort. Nicht nur hier ist es uns ein besonderes Anliegen, im engen Austausch mit dem Elternhaus zu stehen, um im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft im Rahmen unserer Möglichkeiten eine entsprechende Lernumgebung für die betroffenen Schüler*innen zu schaffen.

Wir stehen im engen Kontakt mit den Jugendbeamten der Polizei (Polizeiinspektion 11, Tel.: 089 29080-128) und führen regelmäßig die von dieser Stelle angebotenen Präventionsprogramme „Zammgrauft“ (Selbstbehauptung und Gewaltprävention) und „sauba bleim“ (Suchtprävention) durch. Am Jüdischen Gymnasium sind Kolleg*innen als Multiplikatoren der Programme ausgebildet worden.

Bei Fragen bezüglich Mobbingprävention und -intervention arbeiten wir eng mit dem Verein „Die Brücke München e.V.“ zusammen und nutzen deren Angebote regelmäßig im Zusammenhang mit Gruppenbildungsprozessen in den Klassen. Momentan in Planung sind gemeinsam organisierte Teamtage mit den jeweils neuen 5. Klassen zu Beginn eines Schuljahres. Weitere Informationen zum Verein „Die Brücke München e.V.“ erhalten Sie hier: https://www.bruecke-muenchen.de/

Das SIKIT tritt in Aktion bei allen Formen von Krisen, welche einzelne Klassen oder die gesamte Schule betreffen, z.B. Todesfall in der Schulfamilie, schwere Krankheit, schwerer Unfall, Gefahrenlagen, Gewaltverbrechen. Alle Schritte der Krisenintervention, etwa Informationsmanagement, Organisation, Planung und Durchführung der Intervention, ggf. Einschalten weiterer, außerschulischer Kriseninterventionsteams (EKIT, KIBBS), werden regelmäßig geübt. Das SIKIT des Jüdischen Gymnasiums setzt sich zusammen aus:

  • Miriam Geldmacher, Schulleiterin und Vorsitzende des Teams
  • Nora Seiler, Stellvertretende Schulleitung und kommissarische Beratungslekrkraft
  • Carmen Sachs, Mitarbeiterin in der Schulleitung und Sicherheitsbeauftragte
  • Levi Ufferfilge, Leiter des religiösen Erziehungswesens
  • Jonathan Klein, Verbindungslehrer

In besonderen Situationen, in welcher zusätzliche seelsorgerische Hilfe notwendig ist, wird das Rabbinat hinzugezogen.

In Gefahrensituationen wird das Security-Team der IKG einbezogen.

Im Jugendalter gehören leichte depressive Episoden bis hin zu schweren Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Werden die Symptome frühzeitig erkannt, können diese Erkrankungen gut behandelt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Schule und Elternhaus sensibilisiert sind und eng zusammenarbeiten.

Unser Kollegium ist für die möglichen Symptome von Depressionen und anderen seelischen Erkrankungen sensibilisiert. Ein regelmäßiger Austausch aller Kolleg*innen über die einzelnen Schüler*innen, etwa über plötzliche Verhaltensänderungen, sozialen Rückzug, plötzlichen Leistungsabfall, starke Veränderungen des äußerlichen Erscheinungsbildes, Auftreten von Prüfungs- und Leistungsangst, Anzeichen von selbstverletzendem Verhalten etc., und der Blick auf mögliche Ursachen ermöglicht, etwaige seelische Nöte und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und ggf. Hilfemaßnahmen einzuleiten. Wir sehen dies als einen wesentlichen Teil unseres pädagogischen Auftrags und bilden uns deshalb in regelmäßigen Abständen explizit fort.

Innerschulische Möglichkeiten für Schüler*innen und Eltern sind:

  • Gespräche mit Lehrer*innen des Vertrauens
  • Gespräche mit der/dem Verbindungslehrer*in
  • Wahrnehmung der Sprechstunde von Frau Nora Seiler (Zusatzqualifikation systemische Beratung, systemische Körpertherapie, Gewaltprävention, Lerntherapie)

Die Gespräche sind vertraulich, alle Ansprechpartner*innen unterliegen der Schweigepflicht, es sei denn, es wird explizit eine Schweigepflichtsentbindung ausgesprochen. Liegen Anzeichen einer akuten Selbstgefährdung bis hin zum Suizid vor, ist die Schule indes verpflichtet, unmittelbar zu handeln und weitere Hilfe hinzuzuziehen.

 

Außerschulische Hilfsangebote für Schüler*innen und Eltern:

Neben der Möglichkeit, sich an die Erziehungsberatungsstelle der IKG zu wenden, können wir Ihnen weitere Beratungsstellen empfehlen:

  • Online-Beratungsangebot der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung – anonym, kostenfrei, datensicher: https://www.bke-beratung.de
  • „Nummer gegen Kummer“ https://www.nummergegenkummer.de (Kinder- und Jugendtelefon: 11 61 11 oder 0800 11 10 33 3; Elterntelefon: 0800 11 10 55 0)
  • Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen „Die Arche e.V.“ https://die-arche.de/
  • Krisenambulanz München Süd und West „Atriumhaus“ (0-24 Uhr), Bavariastr. 11, Telefon: 089 7678-0
  • Kinder- und Jugendpsychiatrische Beratungsstelle des Referates für Gesundheit und Umwelt, Schwanthalerstr. 69, Telefon: 089 23366933
  • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik
    und Psychotherapie, Nußbaumstr. 5a, Telefon: 089 440055931
  • Heckscher-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Deisenhofener Str. 28, Telefon: 089 9999-0
  • Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik Schwabing, Kölner Platz 1, Telefon: 089 3068-0 oder 3068-5700

 

Weitere Informationen zu Depressionen im Kindes- und Jugendalter sowie weiterführende Hilfsangebote erhalten Sie u.a. hier:

https://www.fideo.de/ (Fighting depression online)

https://www.muenchen-depression.de/ (Münchner Bündnis gegen Depression)

Das Kollegium ist im Umgang mit dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, sei es durch sexuellen Missbrauch, sei es durch körperliche, seelische oder verbale Gewalt, sowohl in Bezug auf die Rechtslage als auch in Bezug auf das entsprechende Vorgehen geschult.

In allen Fällen können sich unsere Schüler*innen aber auch Eltern an jede Lehrkraft ihres Vertrauens wenden. Diese unterliegen der Schweigepflicht, behandeln alle Anliegen vertraulich und bemühen sich behutsam und der Rechtslage entsprechend, einen guten Lösungsweg zu finden.

 

 

Außerschulisch bieten sich folgende Beratungsangebote:

Im Sinne der Lehrer*innengesundheit stehen dem Kollegium die kollegiale Fallberatung und regelmäßige Supervision durch externe Berater zur Verfügung.

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